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Hunde

Schlaganfall beim Hund

Frau P. aus Wuppertal:

Unsere 13-jährige Chavalier-King-Charles-Hündin, die seit ca. fünf Jahren an einer Herzerkrankung leidet, hatte heute Morgen beim Gassigehen einen Schlaganfall erlitten. Nachdem wir ihr zunächst als Notversorgung 2 x Nitrolingual Spray (Herzspray, das mein Mann ständig bei sich hat) verabreicht haben, sind wir anschließend zu unserer Tierärztin gefahren. Dort bestätigte man unsere Vermutung auf Schlaganfall, verbunden mit Kopfschiefstellung, Unruhe, die Augen gehen unentwegt hin und her sowie torkelndes Laufen. Die Tierärztin sagte uns, daß sie nicht mehr viel machen könne, da die Hündin medikamentös (täglich 1/2 Vetmedin-Kapsel, 1/4 Fortdekor 5 sowie je nach Herzhusten 1/4 - 1 Entwässerungstablette) sehr gut eingestellt ist. Die Tierärztin gab ihr eine Cortisonspritze und teilte uns mit, daß wir sie letztendlich noch vor dem kommenden Wochenende erlösen bzw. einschläfern lassen sollten, da evtl. ein zweiter Schlaganfall zu erwarten ist. Wir müssen noch dazu erwähnen, daß unsere Hündin bereits in den Jahren 2000 und 2001 schwere OP´s (Tumor über dem Auge und geplatzte vereiterte Gebärmutter die in einer Not-OP entfernt werden mußte) gut überstanden hat. Vor diesen OP´s wurde uns auch gesagt, daß die Hündin es sehr wahrscheinlich nicht überleben wird. Wir können uns deshalb nicht so recht damit abfinden, die Hündin einschläfern zu lassen. Heute Mittag, ca. 3 Stunden nach der Cortisonspritze, hält sie den Kopf zwar immer noch schief, aber die Augen sind nicht mehr gar so unruhig, sie hustet zwar noch, geht auch noch beim Gassigehen etwas torkelig, aber fällt nicht mehr hin. Befürchtete Lähmungen der Beine sind auch ausgeblieben. Nach dem Gassigehen ist sie auf ihrer Decke eingeschlafen (Atmung normal mit etwas schnarchendem Geräusch). Das Schnarchen ist aber bei ihr normal. Gibt es noch irgendeine alternative Therapie, die unserer Hündin weiter helfen könnte???

Antwort am 02.05.2002:

Nach Ihrer sorgfältigen Schilderung, wird der Hund optimal betreut. Eine Alternativtherapie ist mir nicht bekannt. Der Verlauf läßt aber Hoffnung schöpfen, da die Ausfallerscheinungen sich nicht verstärkt haben. Demnach steht die Hirnblutung und die Gerinnsel werden hoffentlich bald resorbiert. Sofern der Hund also nicht offensichtlich leidet, würde ich getrost abwarten und auf die Selbstheilungskräfte der Natur hoffen. Bekomme ich von Ihnen bei Gelegenheit einen kurzen Bericht über den Verlauf?

Beachten Sie: Eine Online-Beratung ersetzt nicht den Besuch beim Tierarzt. Gerade wenn es Ihrem Heimtier akut schlecht geht, sollten Sie es von einem Arzt untersuchen lassen. Bitte beachten Sie auch, dass Antworten im Archiv, die mehr als drei Jahre alt sind, nicht unbedingt dem aktuellen medizinischen Kenntnisstand entsprechen.

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